Beiträge zu Wirtschaft und Gesellschaft

Die Rente wäre nur mehr eine Basissicherung – eine skandalöse Aussage meint man links


Die Augen verschließen hat noch nie geholfen, hat immer nur geschadet

Ja, wie die SZ schreibt, eine wieder mal unglückliche Formulierung aus des Kanzlers Mund, nicht seine Formulierungen seien Schuld, sondern das fehlende Wirtschaftswachstum. Allerdings: Schon 1972 ,zu meiner Zeit des Berufsanfangs sagte man uns klar: Ohne abbezahlte Eigentumswohnung und etwas Betriebsrente sei der Lebensstandard nicht zu halten.

Was heißt nachhaltige Alterssicherung?

Eine nachhaltige Alterssicherung muss darauf ausgelegt sein, wie sich die arbeitsfähige Bevölkerung zur nicht arbeitsfähigen entwickelt und mit welchem Wirtschaftswachstum in der Zukunft noch realistisch zu rechnen ist, in Anbetracht neuer Wettbewerber (China, Indien), der Klimabelastung und der Energieverfügbarkeit. Wir leben nun mal nicht im Industrie -oder Digitalzeitalters sondern leider noch immer im (fossilen) „Energiezeitalter“, als der alles noch steuernden Größe.

Und daher ist die Klage über fehlendes Wirtschaftswachstum viel zu kurz gesprungen. Denn nur auf solches zu hoffen ist naiv. Neben China wird Indien langsam aufwachen, das bisher ein Exportzwerg war, und als starker Wettbewerber auftreten.

Merz hat nur die Realität scharf gezeichnet

Klare Lösungsperspektiven fehlten leider Was sollen die wütenden - kurzsichtigen - Rufe von links? Anspruchsdenken hilft niemandem.

Fakt: die Bevölkerungsstruktur verschiebt sich nach > 65. Fakt: Unsere Branchen stecken in einer Strukturkrise, die sich nur langsam auflösen wird. 15 Jahre denke ich mindestens wird das dauern und das nur unter zwei Bedingungen gelingen: mit der Mobilisierung der europäischen Begabungspotentiale und eines europäischen Kapitalmarktes der genügend Risikokapital zur Verfügung stellt.

Deutschlands Geldvermögen alleine liegt bei 10 000 Milliarden

Konsequenz: vielleicht müssen wir z.B. von unserem angehäuften Geldvermögen von  inzwischen 10 000 Milliarden (lt. Bundesbank), entweder mehr für die Altersvorsorge abzweigen. Oder mehr in die neuen Branchen der Wirtschaft stecken.

Hat Japan das Problem gelöst? Leider nein

Der Bevölkerungsschwund bei weiterer Ablehnung von Zuwanderung hat gravierende Folgen. Die arbeitsfähige Bevölkerung schrumpfte um 13,3 Millionen seit 1990 ! (World Bank Database).

Man dreht schon jetzt an vielen Schrauben und muss es wohl und alles hat nur begrenze Wirkung:

Verlängerung des Arbeitsalters,

Erhöhung der Arbeisbeteiligung

Digitalisierung der Abläufe

Robotik in der Pflege – mit überschaubarer Wirkung

Höhere finanzielle Beteiligung der Reichen (angedacht)

Beitrag der Miet- &Kapitaleinkommen an der Altersversicherung (angedacht).

Leistung auf Schulden? Man schaue auf Japan, die greifen erheblich in die Sparguthaben der Bevölkerung, 250% Staatsverschuldung - bei den Inländern. (K)eine Lösung?!

Die Zuwanderung dürfte für Deutschland eine wichtige Stütze für die Sozialsysteme bleiben!

Mehr Wachstum? Ein zweifelhafter Wechsel auf die Zukunft

Mehr Wachstum blind zu fordern und dabei die Kollateralschäden von immer mehr Güterproduktion zu ignorieren - ja selbst Dienstleitungen wie die von KI, sind inzwischen gewaltige Energiefresser - ist das nachhaltig?

Wir können aber unsre Position halten, bin ich mir sicher

Was macht Mut: Selbst das kleine Deutschland schafft schon Erstaunliches, siehe plötzlich sind da Roboter, die arbeiten können (vielleicht keine Saltos rückwärts machen), plötzlich sehen wir da Rüstungsgüter der Spitzenklasse, die vor sieben Jahren noch keiner sich vorstellen konnte.

Der entscheidende Hebel dürfte mehr Solidarität zwischen den Vermögenspolen sein. Die „finanziell gut Gesicherten“ sollten mit einem Zeichen vorausgehen und z.B. einen Fonds mit 100 Milliarden auflegen, der für die Deckung von verschiedenen Notlagen herhalten sollte und einen Weiteren, der der Innovation gewidmet ist. sollte bei 10 000 Milliarden Geldvermögen nicht zu schwer sein.

Alles ist möglich

Alles ist möglich, wenn die Lasten gleich verteilt werden. Alles ist möglich wenn die europäischen Ressourcen ohne Eifersüchteleien gebündelt werden.

Sowie mehr einsichtige Demut, dass unser privates Konsumniveau nicht im Grundgesetz steht. Und die Hoffnung, dass durch die Bündelung der europäischen Intelligenz Marktanteile bei Zukunftstechnologien gewonnen werden können. Dazu ist die EU heute da!

Dr. Johannes Rauter 27.04.2026